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Winter-Wanderungen

Am Unesco-Weltkulturerbe wandern

Der Rehberger Graben ist ein Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft. Dieses Wasserwirtschaftssystem wurde im Mittelalter gebaut, um die Bergleute bei Ihrer Arbeit zu entlasten.

Bei ihrer Arbeit in den Silbergruben benötigten die Bergleute viel Wasser. Mit menschlicher Muskelkraft allein war diese Arbeit nicht zu schaffen. Wasserkraft musste her für Räder und Pumpen, und zwar auch in Trockenzeiten. Da es im Oberharz keine größeren Wasserläufe gab, machten sich die die Bergleute daran, ein künstliches System von Wasserwegen anzulegen und zu bauen. Zunächst wurde das Wasser in Teichen gesammelt und dann durch Rinnen und Gräben zu den Bergwerken geleitet, wo es die Pumpen und Räder antrieb.

Ein Großteil des Oberharzer Wasserwirtschaftssystens mit seinen Teichen und Gräben existiert noch heute und ist wegen seiner Naturidylle bei vielen Wanderern sehr beliebt: Künstliche Seen wirken wie von der Natur erschaffen, Wanderwege oft an alten Wassergräben weisen minimales Gefälle auf und ersparen somit Wanderern drastische Steigungen.

Im August 2010 wurde das weltweit einzigartiges Meisterwerk früherer Ingenieurskunst zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.